PD Dr. Dr. Hans Georg von Manz, M. A.

Projekte

J. G. Fichtes Wissenschaftliche Vorlesungen in Berlin 1809 bis 1814

Edition in sechs Bänden. Herausgegeben von Hans Georg von Manz, Erich Fuchs, Reinhard Lauth und Ives Radrizzani.

Band 1: Einleitungsvorlesung vom Winter 1809, Wissenschaftslehre 1810, Tatsachen des Bewußtseins 1810/11. Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog Verlag, 2000
Band 2: Wissenschaftslehre 1811, Einleitungsvorlesungen, Tatsachen des Bewußtseins 1811. Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog Verlag, 2003
Band 3: Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten 1813, Rechtslehre 1812, Sittenlehre 1812. Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog Verlag, 2012
Band 4 ist in Vorbereitung; er enthält die Frühjahrsvorlesung der Transzendentalen Logik aus dem Jahr 1812

Intersubjektivitätstheorien

„Es ist eine bedenkliche Frage an die Philosophie, die sie, meines Wissens, noch nirgends gelöst hat: wie kommen wir dazu auf einige Gegenstände der Sinnenwelt den Begriff der Vernünftigkeit überzutragen, auf andere nicht; welches ist der charakteristische Unterschied beider Klassen?“ 1795 formulierte Johann Gottlieb Fichte das Problem – welche Lösungen haben Philosophen in den letzten 200 Jahren dazu entwickelt? Welche Theorien geben Aufschluß über folgende Fragen: Wie kann der andere Mensch als Mensch, als Person erkannt werden, welche Kriterien gibt es zur Unterscheidung von nicht-menschlichen Gegebenheiten? Inwieweit hängt die Konstitution des eigenen Selbstbewusstseins, der eigenen Subjektivität (und Identität) ab von fremder Subjektivität? Und: Wie hängen beide Fragen miteinander zusammen? Ist die Beantwortung der Frage nach den Kriterien für die Erkenntnis des anderen Menschen abhängig von der Interaktion der Subjekte?

Bisherige Arbeiten dazu:
-
Interpersonalität und Ethik. Die Gleichursprünglichkeit von Selbstbewußtsein und Interpersonalität und ihre Begründungsfunktion für eine konkrete Ethik. 275 S. Würzburg: Königshausen und Neumann, 2014
- D
ie praktische Erfahrung des Anderen und die Funktion der Vergemeinschaftung bei Fichte und Husserl. In: Stolzenberg, J.; Rudolph, O.-P. (Hg.): Wissen, Freiheit, Geschichte. Die Philosophie Fichtes im 19. und 20. Jahrhundert. Fichte-Studien 37, Amsterdam, New York: Rodopi, 2013, 175-192
- L’expérience de l’autre en tant que constitution première et éthique du sujet. Le tournant interpersonnel du concept d’expérience chez Levinas et Fichte. Übersetzt von Guy Petitdemange. (Dt.: Die Erfahrung des Anderen als primordiale und die ethische Konstitution des Subjekts. Zur interpersonalen Wendung des Erfahrungsbegriffs bei Levinas und Fichte. In: Fichte et la France. Paris: Beauchesne, 1997, 247-270
- Selbstgewißheit und Fremdgewißheit. Fichtes Konzeption des Anderen als Konstituens der Selbsterfassung unter Berücksichtigung der Perspektive Lévinas’. In: Realität und Gewißheit. Hrsg. von H. Girndt u. W. H. Schrader. Fichte-Studien, Bd. 6, Amsterdam, Atlanta: Rodopi, 1994, 195-213

Gerechtigkeitstheorien
Begründung von Recht und staatlicher Ordnung
Menschenrechte

Bisherige Arbeiten dazu:
- F
airneß und Vernunftrecht. Rawls' Versuch der prozeduralen Begründung einer gerechten Gesellschaftsordnung im Gegensatz zu ihrer Vernunftbestimmung bei Fichte. XVII, 281 S. Hildesheim: Olms-Verlag, 1992
- F
reiheit und Eigentum. Fichtes außermoralische Begründung des Rechts. In: Zöller, Günter (Hg.): Der Staat als Mittel zum Zweck. Fichte über Freiheit, Recht und Gesetz. Baden-Baden: Nomos, 2011, 27-46
- T
he Universality of Human Rights and the Sovereignty of the State in Fichte’s Doctrine of Right. In: Rockmore, Tom; Daniel Breazeale (Eds.): Rights, Bodies and Recognition: New Essays on Fichte’s Foundations of Natural Right. Burlington: Ashgate, 2006, 184-194
- J
. G. Fichte: Eigentum als Handlungsmöglichkeit. In: Eckl, Andreas; Ludwig, Bernd (Hg.): Was ist Eigentum? Philosophische Positionen von Platon bis Habermas. München: C. H. Beck, 2005, 148-160
-
Menschenrechtsschutz und Achtung staatlicher Souveränität – eine Pflichtenkollision internationaler Politik? Ethische Überlegungen zu Bedingungen, Rechtfertigung und Notwendigkeit humanitärer Intervention. In: Prinzipien des Rechts. Hrsg. von G. Orsi et al. Rechtsphilosophische Hefte Bd. VI. Frankfurt am Main u. a.: Lang, 1996, 71-98
-
Fichtes transzendentale Gerechtigkeitskonzeption. Die Rekonstruktion einer Gerechtigkeitstheorie aus der Sitten- und Rechtslehre. In: Gerechtigkeit. Hrsg. von G. Orsi et al. Rechtsphilosophische Hefte Bd. II. Frankfurt am Main u. a.: Lang, 1993, 7-38


Begründungsstrategien angewandter Ethik
Bisherige Arbeiten dazu:
- Interpersonalität und Ethik. Die Gleichursprünglichkeit von Selbstbewußtsein und Interpersonalität und ihre Begründungsfunktion für eine konkrete Ethik.
-
Ist der Begriff der Menschenwürde für die gegenwärtige bioethische Diskussion noch tauglich? Ein Plädoyer aus transzendentalphilosophischer Sicht. In: Familie – Recht – Ethik. Festschrift für Gerd Brudermüller zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Isabell Götz, Ingeborg Schwenzer, Kurt Seelmann, Jochen Taupitz. München: C.H.Beck, 2014, 857-869
- Lebensqualität und Bewertung menschlichen Lebens. Möglichkeiten und Grenzen einer verantwortlichen Anwendung des Begriffs „Lebensqualität“ in der Medizin. In: Angewandte Ethik und Medizin. Hrsg. von G. Brudermüller. Würzburg: Königshausen und Neumann, 1999, 65-83
- Biologische Kriterien, Interessen, personale Wahrnehmung. Zu Formen der Argumentation bei der Ethik am Lebensbeginn. In: Angewandte Ethik und Medizin. Hrsg. von G. Brudermüller. Würzburg: Königshausen und Neumann, 1999, 155-167

Vergegenwärtigung des Mythos
Philosophie der Zeit
Geschichtsphilosophie
Theorie der erlebten Zeit
Das Problem der Instrumentalisierung von Rechtsinstitutionen für unsittliche Zwecke

Werdegang

Lehrveranstaltungen

Publikationen

Betreute Arbeiten

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